Das Rumpfenhaus - Haus Nr. 210

Haus-Nr. 210
Das als „Rumpfenhaus“ bekannte Gebäude in der Bahnhofstraße 10 blickt auf eine vielfältige Nutzungsgeschichte zurück. Ab 1682 sind unter den Eigentümern zunächst ein Metzger und ein Nadler verzeichnet, bevor das Anwesen 1720 erneut von einem Metzger übernommen wurde. Ein bedeutender Einschnitt erfolgte 1724, als ein späterer Bürgermeister das Haus erwarb und es 1727 neu errichtete. Nach dessen Nachkommen ging der Besitz 1817 durch Kauf an einen Bäcker über, wobei das Anwesen zu dieser Zeit als Wohnhaus mit Stadl beschrieben wurde. In den folgenden drei Generationen blieb das Haus in der Hand von Bäckermeistern, von denen einer auch als Magistratsrat tätig war. Einem der Handwerksmeister wurde 1931 aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit der „Goldene Meisterbrief“ verliehen. Im Jahr 1942 übernahm schließlich ein Landwirt das Erbe. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde zudem das Gewerbe einer Schneiderin im Gebäude eingetragen.
Heutige Adresse: Bahnhofstr. 10
Auszug aus dem Häuserbuch Haus-Nr. 210 (157,4 KB)