Stampfermühle - Haus Nr. 192

Haus-Nr. 192
Die Chronik der Stampfelmühle lässt sich bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen und beginnt mit den Besitzern Hans Seemair und Georg Seemayr. Im Jahr 1674 übernahm Johann Michael Pettenkofer I. d. Ä., ein Weinhändler und Müller, das Anwesen durch die Heirat mit der Müllerstochter Anna Mayer. Er ist ein bedeutender Vorfahre des berühmten Dr. Max von Pettenkofer. Die Familie Pettenkofer prägte die Mühle über mehrere Generationen; unter ihnen befanden sich angesehene Bürger und Bürgermeister der Stadt. Besonders hervorzuheben ist, dass eine Tochter der Familie die Maria-Hilf-Kirche in Berching erbaute.
Im Jahr 1788 ging der Besitz durch Heirat an Johannes Kobras über, worauf 1792 Ulrich Pirkl folgte, der ebenfalls in die Familie einheiratete. Die Familie Pirkl bewirtschaftete die Mühle bis 1867, bevor Josef Plank, ein Müllermeister aus Plankstetten, durch die Ehe mit Anna Maria Pirkl neuer Besitzer wurde. Josef Plank war ein hochangesehener Bürger, der viele Jahre als Kämmereiverwalter tätig war und dem Magistratskollegium angehörte.
Die Familie Plank führte den Betrieb über das 20. Jahrhundert hinweg fort. Während der Sulzregulierung in den Jahren 1927 bis 1929 wurde die Mühle durch einen vorteilhaften Wasserumbau modernisiert. Um das Jahr 1940 wurde sie als Getreide- und Kunstmühle geführt und blieb bis 1982 im Besitz der Familie Plank. Da das Anwesen als Erbhof klassifiziert war, blieb es über lange Zeit vor einer Zwangsversteigerung (Subhastation) bewahrt. Wie bei allen Berchinger Hauschroniken sind die Daten der jüngsten Eigentümergenerationen aufgrund von Sperrfristen nicht öffentlich aufgeführt, können jedoch im Stadtarchiv für Forschungszwecke eingesehen werden.
Heutige Adresse: Schwimmbadweg 4
Auszug aus dem Häuserbuch Haus-Nr. 192 (136,3 KB)