Ölbergandachten und Ölbergspiel in Berching |
Die Predigtreihe steht in diesem Jahr im Zeichen des „Jahrs der Priester“, dass von Papst Benedikt für 2009/2010 ausgerufen wurde. Zum Priesterjahr schreibt Papst Benedikt XVI.: …“Dieses Jahr möge dazu beitragen, das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute zu fördern“….
Folgende Prediger werden die Andachtsreihe begleiten:
18.02. Spiritual Pius Schmidt, Eichstätt
25.02. Regens Christoph Wölfle, Eichstätt
04.03. Ordinariatsrat Alfred Rottler, Eichstätt
11.03. Kaplan Christoph Wittmann, Greding
18.03. Pfarrer i. R. Josef Fersch, Plankstetten
25.03. Domkapitular Josef Blomenhofer, Eichstätt
Die Andachten beginnen traditionell um 13.45 Uhr mit einem Rosenkranz und der Möglichkeit zur Beichte, um ca. 14.15 Uhr schließt sich die Predigt an. Nach der Predigt folgt das Ölbergspiel mit lebenden Darstellern. Eine eucharistische Andacht mit Segen beschließt jedes Ölbergspiel.
Pfarrei und Stadt Berching, das „Ölberg-Team“ mit allen Darstellern und Helfern laden zum Besuch dieser uralten Tradition ein und freuen sich über viele Besucher!
Die Kirche ist beheizt!
In der Geschichte der Berchinger Ölbergandachten ist zu lesen, dass bereits bereits im Jahre 1516 der Vikar von "St. Lorenz zu Nürnberg", Leonhard Griessel (vermutlich geboren um 1470 in Berching), angeblich für die St. Lorenzkirche zu Berching eine "Angstandacht" stiftete. Im Laufe der Jahre gab es verschiedene "Zustiftungen", so im Jahre 1595. Bürger und Verwalter Hans Bauer stiftete einen Gottesdienst, der allgemein "die Angst" genannt wurde, wo es in der Chronik heißt "das Leiden Christi daneben zu Gemüte soll geführet werden".
Selbst mehrere Verbote im Laufe der Jahrzehnte, solche Heilsgeschehnisse szenisch darzustellen, konnten die fest eingewurzelte Volksfrömmigkeit und die Beliebtheit von Passionsspielen, wie das Berchinger Ölbergspiel nicht oder nur teilweise beenden.
Ab dem Jahre 1854 wurden die Spiele in der Berchinger Franziskanerklosterkirche eingeführt, teilweise nur als Andacht, teilweise als Spiel mit Engelsfigur, jedoch ohne lebende Darsteller.
Ab 21. März 1929 wurden im damaligen Franziskanerkloster Berching auf vielfachem Wunsch der Bevölkerung die Ölbergspiele wieder neu mit lebenden Darstellern in Szene gesetzt. Laut Überlieferung gab es damals bereits zwei bis drei Stunden vor Beginn der Andacht keine freien Plätze mehr in der Berchinger Klosterkirche.
Im Jahre 1967 fanden die vorerst letzten Ölbergspiele im ehemaligen Franziskanerkloster statt.
Im Jahre 1982 -ein Jahr vor der 1100-Jahrfeier der Stadt Berching- kehrten die beliebten Ölbergspiele an den Ort zurück, wo sie vor nunmehr 494 Jahren ihren Anfang genommen hatten, in die altehrwürdige Pfarrkirche St. Lorenz, deren Grundmauerreste aus der Entstehungszeit Berchings (883) stammen.
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